Tour Beschreibung
Heute ist unser letzter Tag – kaum zu glauben dass wir schon 7 Tage unterwegs sind und noch keinen einzigen bereut haben! Jürgen und ich verstehen uns echt prima. Nach wirklich gutem Frühstück und leichtem Nieselregen machten wir uns auf, die letzten Gipfel unserer Tour zu erklimmen: Dem „Passo Bregn de l´Ors“ und dem „Passo del Gotro“ auf 1.850 m. Gerhard hatte seine Brille im Hotel vergessen und fuhr zurück. Dachte er zumindest, er hatte sie aber unter dem Helm auf, was glaub ich jedem Biker schon passiert ist ;-) Später trafen wir uns wieder. Es ging am See in Madonna vorbei und anschließend ca. 4 km langes Asphaltstück in den Wald hinein.

Danach zunächst ein steiler Schotterabstieg zum Wasserfall Cascade di Mezza, dann einem Singeltrail folgend zum Fuße des Val d´Agola und ab hier aufwärts zum Pass. Thomas & Gerhard sind etwas anders gefahren und bogen zu uns ein, um gemeinsam die Auffahrt zu beginnen.


Der Schotterweg war zum Glück mal komplett fahrbar, aber nur bis zum See. Ein herrlicher Fleck auf dieser Erde. Ein kleiner See, leichter Nebel und rings herum nur Berge… Fotostopp für alle!


Dann ging’s zu Fuß und schiebend bis zum Pass hoch. Lustig ist das Schild, welches ich fotografiert habe: “Fahrrad an der Hand führen”. Ersten, meines läuft nicht weg und zweitens, bei dem Geschiebe manchmal gar nicht so einfach nicht los zu lassen ;-).

Der schnelle Wetterumschwung in den Bergen ist schon brutal - unten noch herrlicher Sonnenschein und jetzt nach 30 min. Schiebepassage totaler Nebel am Pass und letztendlich fing es auch noch an zu regnen. Wir orientierten uns an der kleinen Kapelle um den weiteren Weg zu finden. Später auf der Schotterabfahrt hielten wir an und wechselten unsere Klamotten wieder, denn der Regen wurde heftiger. Da wir etwas schneller Bergab unterwegs waren, haben wir uns wieder von Thomas & Gerhard getrennt. Wir vernichtet Kilometer um Kilometer auf einer tollen Abfahrt auf feinem Schotter bis zum Rif. Ghedina - wenn es bloß nicht so regnen würde!

Man hatte anscheinend Mitleid mit uns, denn es hörte tatsächlich auf zu regnen, wir wechselten unsere Kleidung aus - siehe Bild mit nasser Kleidung auf Strasse ;-) und weiter ging’s immer bergab auf derselben entlang. Nach dem Dörfchen Stenico verfolgte uns ein Unwetter, alles wurde immer dunkler, kein Gipfel & Berg war weit und breit mehr zu sehen, im Hintergrund hörte man schon den Donner grollen. Wir legten einen Zwischenspurt ein, denn es gab hier nix zum Unterstellen. Wir rollten die Strasse zum Ort Villa Banale hinunter, kamen an eine T-Kreuzung und vor uns ein kleines Hotel mit Straßenkaffe. Die ersten Regentropfen klatschten auf die Strasse und …wir hatten wieder mal Glück. Es fing zuerst an zu regnen, später blitzte & donnerte es, Eishagel schlug herab als würde die Welt untergehen. Nach 2 Cappuccino und einem Kuchen später schien die Sonne und alles war wieder gut.

Durch das ganze Gewitter sind wir dann doch tatsächlich noch mal falsch den Berg rauf satt runter gefahren und haben so mal wieder 5 km und 100 hm mehr auf dem Tacho. Aber was soll’s – der Gardasee ruft und so rollen wir weiter nach Ponte Sarca. Hier gibt es 3 Tunnel, die wir zum Glück nicht durchfahren müssen, denn die alte Passstraße ist noch richtig gut erhalten und man kann so auf einem mit Bäumen und Sträuchern verwachsenen Sträßchen die Tunnels umfahren. Gleichzeitig sieht man die schöne und beeindruckende Schlucht dabei, die wir bis Sarche nach unten hin begleiten.

Jetzt geht es nur noch per Radweg Richtung Dro, wo wir bei „Maui“ unser erstes italienisches Eis genießen wollen. In Marocche erleben wir noch mal 5 km feinster Singeltail durch Steingeröll bis zum Lago di Cavedine. Wir hätten hier eigentlich den Radweg nehmen sollen, sind aber auf einem MTB Weg gelandet – macht nix war toll zu fahren!

Endlich Dro – leckeres Eis bei Sonnenschein genießen, dann auf dem Radweg nach Acor und ab nach Riva (statt Torbole). Das Finisherfoto sollte auf dem Hauptplatz in Riva stattfinden.
Nach einem Weizenbier in Riva noch die 5 km über den Radweg am See entlang nach Torbole zu unserem Hotel.
Höhenprofil im Detail
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