Tour Beschreibung
Nach so einem tollen Tag wie gestern sollte unsere Route heute einen klacks sein. Obligatorisch der Blick früh morgens aus dem Fenster: strahlend Blauer Himmel!

Nach reichhaltigem und gutem Frühstück und einer kleinen Bikepflege ging’s um 9:00 Uhr los. Am Radweg bis nach Scoul immer einem kleinen Fluss folgend und die Sonnenstrahlen genießend, bis uns nach den Sportplätzen in Scoul eine Strasse stets aufwärts Richtung S-charl leitet.
  
Der Asphalt wechselt in eine sehr feine Schotter Naturstrasse, welche toll zu fahren ist und Höhenmeter kaum spüren lässt. Kurz vor S-charl schweift unser Blick auf ein Plateau mit lauter Steinskulpturen, wie ich sie von Reportagen über Himalaja Gebirge kenne. Auszug aus Wikipedia: Auf dem Weg zum Everest Basislager, zwischen Dingboche und Lobuche, ist ein „Friedhof“ für alle Opfer des Everest angelegt. Jedem Toten ist mit einem so genannten „Steinmann“, einem Stapel aufgetürmter Steine, die letzte Ehre erwiesen. Na hoffentlich sind hier nicht so viele Umgekommen ...
 
Ab und zu überholt uns auf der Naturstrasse ein Auto und sogar ein Omnibus. Was die da wollen begreifen wir erst später. Auf dem Weg finden wir noch Überreste einer alten Ruine die zum fotografieren einlädt. Das kleine Dorf S-charl liegt idyllisch auf 1.800 m, doch der ruhige Schein trügt. Ein Parkplatz größer als das Dorf ist voll von Wunderen & Touristen. Jetzt wissen wir auch, weswegen die Busse und Autos bis hier her fuhren. Ein wirklich sehr schönes Wandergebiet mit vielen Möglichkeiten zum Grillen und Picknicken. Dafür haben wir leider keine Zeit, am Dorfbrunnen die Flaschen füllen und weiter geht’s zum Pass da Costainas.
 
 
Vorher wollten wir auf der Hütte Alp Astras eine Kleinigkeit zu uns nehmen, doch die war leider zu. So erging es auch ein paar anderen Wanderern, die es bis hier her geschafft hatten. Nach der Hütte beginnt ein wirklich sehr schöner, schmaler Singeltrail bis zum Pass da Costainas: 2.250 m und wieder erschleicht uns so ein erhabenes Gefühl. Jetzt kann man sich auch vorstellen, wie sich Bergsteiger fühlen, wenn sie einen Gipfel erklommen haben. Die Bilder dürfen natürlich nicht fehlen und die Schotterabfahrt, die vor uns liegt ist zwar schwer aber zum größten Teil fahrbar und macht dennoch höllischen Spaß!
  
 
In Lü angekommen erhalten wir einen Blick auf den Ortler bei immer noch traumhaftem Wetter. Und warum? Weil wir es uns verdient haben! Jetzt geht’s per Asphalt Richtung Ofenpassstrasse, weiter hinunter nach Runca bis wir letztendlich um 14:00 Uhr ausgeruht und ganz entspannt in St. Maria einrollen. Wir suchen und finden gleich in einer Kurve auf der Hauptstrasse unser Hotel Stelvio. Jetzt gilt es erst mal, sich gemütlich auf die Terrasse zu setzen und ein Weizenbier genießen - na dann prost!
 
Das Hotel ist echt klasse, es gibt sogar einen Waschservice für Biker. Schnell alle Klamotte rein in einen Sack und am nächsten morgen – alles duftet wieder wie neu - und stinkt nicht nach Schweiß. Nach einem Spaziergang durchs echt kleine St. Maria und einem Kuchen mit Espresso in der einzigen Dorfbäckerei haben wir zur Entspannung auch die hauseigene Sauna genossen. Keine Angst, nur 2 x 5 min Gänge, sonst bist du am nächsten Tag tot und deine Muskels sind wie Butter ;-).
Das Abendessen – echt klasse und ausgiebig. Gegen 22:00 Uhr machen wir uns in die Falle. Jürgen & ich haben beide schon seit ein paar Tagen das Problem, nicht tief schlafen zu können. Sind es die tollen Erlebnisse oder die Anstrengungen? Wir wissen es nicht, haben aber tagsüber nie das Gefühl unausgeschlafen zu sein, deswegen kümmert es uns auch nicht. Wie wir später durch Gespräche mit anderen Bikern erfahren, geht es nicht nur uns so auf einer Alpenüberquerung - also keine Sorgen machen und schön vom Erlebten und Kommenden träumen. Morgen steht das tolle „Val Mora“ auf dem Programm.
Höhenprofil im Detail
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Der Nächster Tag 
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