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Vom Schliersee über die Dolomiten zum Monte Grappa (2008)

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St. Jakob -> Lüsen (über Pfunderer Joch)

3. Tag - 01.08.2007

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Zwischenstationen:

Unterkunft:

Karten:

Strecke:

 

Hotel Rosental

44
82
56

 

Länge:
Bergauf:
Bergab:
Fahrzeit:
Schnitt:

63 Km
2.247 Hm
2.644 Hm
6:00 Std
10,50 Km

 

 

Tour Beschreibung

    Was soll ich sagen, der Morgen stand wieder mal unter dem Zeichen: Alles ist gut! Ein wahrhaft schöner Sonnenaufgang bot sich unseren Augen, das Dorf St. Jakob  schien noch zu schlafen als wir um 8:00 Uhr zum Frühstück erschienen. Reichhaltig & wirklich gut gefrühstückt packten wir unsere Rücksäcke wieder und zogen von dannen. Heute gibt es eine Tour zum Dach unserer Alpenüberquerung: Das Pfunderer Joch mit 2.568 Hm. Da wir uns auf knapp 1.350 hm befanden bedeutete das für den ersten Teil des Tages 1.218 hm am Stück. Hinab nach Fußendrass vernichteten wir aber erst mal ein paar Höhenmeter, wir rollen locker & leicht ein. Von der Hauptstrasse geht es links einen Weg hinauf, der zu Anfang geteert, dann geschottert war. So soll er auch bleiben - steil - immer steiler werdend und grober Schotter.

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    Die nächsten 5 km müssen wir 750 hm überwinden. Anfangs noch mit dem Willen alles fahren zu wollen, doch der Rücksack im Rücken, die Steine unter den Stollen und die Steilheit des Weges zogen uns ein Strich durch die Rechnung... es hieß absteigen und schieben. Langsam, Schritt für Schritt, der Schweiß tropft von deiner Stirn auf den Rahmen des Bikes, du merkst jeden Muskelfaser und denkst an dein Training im Frühjahr. So etwas konnte man bei uns in der Gegend nicht trainieren. Unsere Höchste Erhebung im Spessart ist gerade mal 550 hm. Ab & zu stellten sich uns ein paar Kühe in den Weg - so dick gefressen und dennoch die steilsten Berghänge hoch laufend - da fragt man sich schon, wie die das machen. Muß wohl an den vielen Kräutern, die auf den Wiesen wachsen, liegen... vielleicht sollten wir auch mal probieren ..ach was wir schaffen das auch ohne ;-)

    Eine erste Zwischenstation sind die kleinen, verlassen wirkenden Hütten, die sich nach einer S-Kurve auftuen. Der Blick zieht sich auf den Horizont und läßt erahnen, dass es noch ein paar Höhenmeter sein müssen. Noch ist der Weg zum Joch nicht erkennbar, durch die Vermutung liegt Nahe .. viele Möglichkeiten gibt’s ja nicht - links oder rechts oben - der muß es sein.

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    Nach den Hütten wird es mit nur 12% etwas flacher und fahrbarer - dann auf einmal ein kleines Stück bergab und wir stehen vor einem Flußbett ohne Brücke. Eine willkommene Abwechslung - wir machten kurz eine Fotopause, füllten unsere Flaschen mit dem leckeren frischen Quellwasser schauten zum Gipfel und verfolgten gespannt mit unseren Augen den eingeschlagenen Weg. In weiter Ferne konnten wir silhouettenartig den Übergang ausmachen. Ein kleiner Pfand schlängelte sich immer höher einem Gipfel entgegen - ja da müssen wir hoch. Doch statt wie anfangs noch möglich zu biken, müssen wir immer öfter unsere Bikes schieben .. letztendlich blieb es dabei - die letzen 2,5 km mußten wir die Durchschnittlich 15% schieben. Der Weg war teilweise mit groben Steinen verbockt - und unser Rucksack auf dem Rücken wollte uns immer wieder nach unten ziehen. Ohne ihn wäre es wahrscheinlich möglich, einen Teil zu fahren aber mit ihm - für uns jedenfalls - unmöglich.

     

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    Während wir den Weg weiter nach oben schoben streifen unsere Blicke auch immer wieder zurück auf den bereits gefahrenen Abschnitt - das Panorama prägt sich ins Hirn ein, unendliche Weiten -  hohe Berge - blauer Himmel .. einfach nur geil! Weiter unten sahen wir bereits mehrere Biker mit dem gleichen Ziel wie wir. Das Trikot war bereits durchtränkt mit Schweiß, die Socken qualmten das Kopftuch klatsch naß - ja so sind wir immer weiter dem Gipfel entgegen. Da überholen uns doch glatt 2 Biker fahrend (aber ohne viel Gepäck) im kleinsten Ritzel - Respekt - aber ehrlich gesagt ...1. viel schneller waren die auch nicht oben und 2. wir waren ja nicht auf der Flucht sondern im Urlaub ;-)

    Endlich oben den Gipfel erreicht überkommt einem ein wirklich gutes Gefühl es wieder einmal geschafft zu haben. Wir legen unsere Bikes hin, atmen tief durch und genießen für einen Augenblick die Aussicht und das Geschaffte hinter uns. Ein paar Biker sind schon hier oben und teilen sich mit uns dieses Glücksgefühl.

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    Wie klein doch die Welt ist erkannten wir darin, dass wir einen bekannten Biker aus unserer Region hier oben treffen. Er und seine Begleiter machten parallel zu uns auch eine Alpentour und wir lernten Martin auf einem Vortrag unseres letzten Alpencross kennen. Wie doch der Zufall manchmal will ... echt cool! Wir tauschen ein paar Worte, machen ein Gruppenfoto und dann ging’s auch schon wieder Abwärts. An der Weitenbergalm machten wir dann zusammen Pause - aber soweit sind wir noch nicht, denn es begann die Anfahrt....

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    Ein Abfahrt die es in sich hat. Der erste Krater hinunter gerutschten (fahren konnte man ihn kaum) dann auf herrlich kleinem Singeltrail in verschiedenen links rechts Kombinationen weiter abwärts - herrlich. Dann wurde der Weg so mit großen Steinen verblockt, dass nur noch schieben angesagt war. Schaaaade so ein geiler Weg und dann diese Felsbrocken mitten drin. Aber da müssen wir durch. Immer wieder trafen wir Martin auf den Weg nach untern, der fleißig Bilder schoß & Videos drehte bis wir uns dann an der Weitenbergalm wieder trafen - es war Mittagszeit und der Kaiserschmarren duftete so gut - wir entschlossen uns alle, natürlich daran teil zu haben und bestellen für jeden eine Portion.

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    Nach dieser wohl verdienten Mittagspause verabschiedenden wir uns von den Anderen und fuhren weiter, denn wir hatten heute noch einen Aufstieg vor. Zunächst aber müssen wir auf einer tollen Schotterstrecke die dann in eine kleine steile Strasse führte hinab nach Pfunders dann über einen Radweg bis nach Mühlbach.

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    Auf der kleinen Strasse angekommen können wir es in Serpentinen so richtig laufen lassen ...na ja fast. Denn eine überbreite Harley versperrt uns den weg und tuckert mit ca. 40-50 km/Std. den Berg hinab. Leider waren die Sträßchen nicht wirklich breit, sodass ein Überholen sehr schwierig wurde.

    Hier ein Film von dieser Szenerie:


    Es war heiß, mittlerweile zeigte das Thermometer im Tacho etwas über 30 Grad an. Geplant war heute noch hoch nach Rodeneck, weiter zur Platzer Alm bis zuletzt zur Ronerhütte auf 1832 hm. Wir standen bei 775 Hm in Mühlbach und schluckten, als wir den steilen Anstiegt sahen. Bereits das Pfunderer Joch in den Beinen und jetzt in praller Hitze noch mal 1057 hm ab arbeiten.

    Schatten ...

    Also gut - Augen zu und los geht’s. Bis Rodeneck waren es 3 km mit im 8,5 % Steigung im Schnitt. Hier erst mal frisches Wasser an einem Bauernhof gezapft, den Kopf ins kühle Naß gehalten und weiter nach oben. Weitere 8 km und 9,3 % Höhenschnitt später standen wir am Zumis-Parkplatz in der Nähe der Platzer Alm. Jürgen und ich waren total ausgelaugt, hatten kaum mehr Lust weiter nach oben zu kurbeln und überlegten wie wir weiter fahren sollen. Landkarte raus und erst mal inspiziert. Ziel war ja das Dorf Lüsen unten im Tal auf ca. 1050 hm. Wir fanden den Wanderweg Nr. 14, der direkt von hier nach Lüsen führte und uns die letzten 100 hm zur Ronerhütte ersparen sollte. Ein kurzer, gegenseitiger Blick in unsere Augen und es war klar, der 14ner sollte uns gehören. Es wurde ein absolut genialer Trail - teils auf Wiese, teils im Wald und wir waren froh, dieses Highlight mitgenommen zu haben. Der Trail trifft kurz oberhalb von Lüsen auf die Serpentinenstraße und dann hinab weiter ins ins Dorf. Genau am Dorfeingang stand schon unser Hotel Rosental. Bikes in die Garage, Klamotten aus und ab in den großen, heißen Whirlpool. Man das waren heute hart erkämpfte 63 km mit 2247 Hm - wir wollten dennoch keinen einzigen vermißt haben ;-).

     Es geht weiter immer bergauf

    da unten waren wir doch vorhon schon mal was für ein Panorama

    Nach einer 1/2 Std. im Pool machten wir uns zum Essen bereit, dem folgte natürlich wieder das ein oder andere Weizen mit GRAPPA und unser Abendspaziergang, bis wir Hunde müde ins Bettchen gefallen sind und schon wieder von morgen träumten....

Gerald sehr müde ...

 

Höhenprofil im Detail

    Ein Klick auf das Bild vergrößert das Profil dieses Tour-Abschnittes.

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Filme, Packlisten, GPS-Daten und GoogleEarth Dateien:

Diese Daten befinden sich im VIP-Bereich für unsere Alpencross-Report Kunden!

Mehr Informationen hierzu finden Sie im jeweiligen Report.

 

 

 Der nächster Tag pfeil_klein

 

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